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Haustiere auf Rezept

Mit Frida in einem KrankenhausJune McNicholas, Psychologin an der britischen Universität Warwick, plädierte in einem Vortrag dafür, tierliebenden Krankenhaus-Patienten ihre Tiere auf die Station bringen zu lassen. Die Gefahr einer Infektion sei für den Patienten größer bei einem menschlichen als einem tierischen Besucher.

Die Psychologin geht noch weiter und meint, Haustiere sollten auf Rezept erhältlich sein für jene Patienten, die keine eigenen besitzen – um Behandlung und Rehabilitation auch bei ihnen zu unterstützen. Schlaganfall-Patienten beispielsweise könnten zum Streicheln eines Hundes oder zum Anlegen seines Geschirrs animiert werden und so das Bewegen ihrer Hände wieder trainieren.

Amerikanische Forschungen haben ergeben, dass Haustiere Kinder sogar vor Asthma bewahren anstatt es auszulösen: Kinder ohne familiäre Veranlagung waren zu 40% weniger von der Krankheit betroffen, wenn in ihrem Haushalt ein Tier lebte.

Während Tierbesuche in Heimen und Hospizen bereits an der Tagesordnung sind, erlauben dies bislang nur wenige Krankenhäuser. Die IAHAIO (Internationale Vereinigung der Mensch-Tier-Beziehung) bemüht sich um entsprechende Aufklärungsarbeit in Krankenhäusern, um auch hier die gesundheitsförderlichen Besuche von Tieren durchzusetzen.

(Vegetarier-Gesellschaft von Queensland, Australien, 11.05.2004)

Robert Koch Institut fordert Tierbesuchsrecht in Krankenhäusern

In seiner jüngsten Veröffentlichung im Auftrage der Gesundheitsförderung des Bundes konzentriert sich das Robert Koch Institut auf die Chancen und Risiken der Heimtierhaltung – nicht nur in Privathaushalten, sondern auch in öffentlichen Einrichtungen, wo es um die Gesundung von Menschen geht.

Bei der Auswertung der Daten kommen die Forscher zu dem Schluss, «dass der positive Einfluss der Heimtierhaltung auf Menschen die mögliche Gefährdung übersteigt. Das Risiko der Übertragung von viralen, bakteriellen, mykotischen oder parasitären Zoonosenerregern von Heimtieren auf Menschen kann durch Einhaltung hygienischer Maßnahmen sowie durch tierärztliche Überwachung, verbunden mit bestimmten Impfungen der Tiere (z. B. Tollwutimpfung), erheblich reduziert werden.»

Wäge man Risiken und Nutzen gegeneinander ab, so heißt es weiter, «ist der positive Einfluss auf das Wohlbefinden durch Heimtierhaltung eindeutig höher zu bewerten. Daher ist es sinnvoll, ... Tiere unter definierten Bedingungen auch in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern zuzulassen.»

Heimtierhaltung - Chancen und Risiken für die Gesundheit», Themenheft 19 des Robert Koch Instituts, 18.12.2003)